Die Grünen-Kronach

Fragen und Antworten Norbert Gräbner

Fragen der Grünen an den Landratskanidat der SPD, Norbert Gräbner, und die Antworten



Demokratische Beteiligung aller Gruppierungen

Wie gewährleisten Sie, dass alle Gruppierungen gleichzeitig/rechtzeitig denselben Informationsstand haben?
Kleinere Gruppierungen, die keinen Fraktionsstatus haben, binden Sie diese auch bei allen Besprechungen mit ein?

Alle Gemeinderäte in Marktrodach erhalten parallel zur schriftlichen Einladung auch per E-Mail nähere Informationen und Erläuterungen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten. Ähnlich will ich das auch auf Landkreisebene halten. Mit den Fraktionsvorsitzenden wird zusätzlich eine Vorbesprechung abgehalten. Wenn gewünscht könnten hierzu auch kleinere Gruppen, die keinen Fraktionsstatus haben, jemanden bestimmen, der zu diesen Besprechungen auch eingeladen wird.

Verkehrspolitik

1. Würden Sie beim Ausbau der B 173 zwischen Kronach und Lichtenfels einen 2+1 - Ausbau befürworten, um die betroffenen Ortschaften früher entlasten und den Landschaftsverbrauch sowie den Lärm- und Abgasausstoß verringern zu können?

Der Landkreis Kronach ist der einzige in Oberfranken ohne Autobahnanschluss. Für unsere Wirtschaft ist das ein gravierender Standortnachteil und für alle Bürgerinnen und Bürger eine erhebliche Einschränkung ihrer Mobilität. Deshalb stehe ich zu dem Vorhaben des vierspurigen Ausbaus der B 173 zwischen Kronach und Lichtenfels. Eine 2+1 – Lösung wäre auch nicht schneller zu realisieren, da in diesem Fall wohl neue Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren erforderlich wären.



2. Werden Sie sich als Landrat für bessere Bahnverbindungen von und nach Kronach einsetzen und dabei nicht nur für einen IC - Halt, sondern auch für regelmäßige Regional-Verbindungen sowie bessere Zugangsmöglichkeiten zu den Bahnsteigen mit Park-and-Ride Parkplätzen ?

Der SPD-Kreisverband Kronach engagiert sich seit Jahren für einen IC-Halt in Kronach. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieser früher als 2023 eingeführt werden kann. Natürlich müssen auch gute RE- und RB – Verbindungen fortbestehen, zur Anbindung an den IC aber vor allem auch für eine gute Mobilität im Nahverkehr. Nötig ist auch eine späte Verbindung aus Lichtenfels nach Kronach Die Barrierefreiheit der Bahnhöfe halte ich für ein wichtiges Thema. Großer Handlungsbedarf besteht in dieser Hinsicht beim zukünftigen IC-Haltebahnhof Kronach. Ich möchte das kostenlose Parken für Bahnkunden auf dem Park&Ride Parkplatz in Kronach erhalten. Ferner brauchen wir endlich einen regelmäßigen Halt der RE-Züge in Küps, damit der dortige Parkplatz am Bahnhof effektiv genutzt werden kann.



3. Werden Sie sich für die Umsetzung des bereits erarbeiteten Rufbus-Systems im Landkreis engagieren und sich auch um dessen Finanzierung und Optimierung auf längere Sicht bemühen?

Die SPD im Landkreis Kronach hat dieses Projekt von Anfang an vorangetrieben und dafür geworben. Natürlich muss das Rufbussystem ständig überprüft und optimiert werden, damit es den Mobilitätsbedürfnissen der Nutzer so weit wie möglich gerecht wird. Ich werde mich beim Freistaat Bayern dafür einsetzen, dass die Förderung des (unvermeidbaren) Betriebsdefizits nicht nur für drei Jahre sondern dauerhaft erfolgt. Für die Einführungsphase schlage ich einen stark ermäßigten Fahrpreis vor, um die Nutzung des neuen Angebots attraktiv zu machen.



4. Das Radwegenetz im Landkreis ist noch verbesserungsfähig.
Werden Sie als Landrat den Bau fehlender Strecken vorantreiben und dies auch innerhalb von Ortschaften befürworten?

Radwege halte ich für sehr wichtig – im Rahmen unseres touristischen Leitbilds und für die Freizeitmöglichkeiten unserer einheimischen Bevölkerung. Bei allen Sanierungsarbeiten an Kreisstraßen muss geprüft werden, ob nicht ein Radweg mit angelegt werden kann. Ich bin ausdrücklich auch für den Radweg entlang der KC 3 (Steinberg-Gifting). Radwege an Ortsdurchfahrten sind dann zu prüfen, wenn die entsprechende Strecke stark befahren ist.



5. Würden Sie Initiativen von Gemeinden unterstützen, die Geschwindigkeit an den Durchgangsstraßen innerorts zu verringern, z.B. mittels Tempo 30, mehr gesicherte Fußgängerüberwege, Verkehrsinseln oder Fahrbahnmarkierungen am Ortseingang?

Die Kompetenz des Landkreises besteht in diesem Zusammenhang nur bei Kreisstraßen. In diesem Rahmen bin ich natürlich gerne bereit, entsprechende Anregungen der Kommunen aufzunehmen, um die Sicherheit besonders für Fußgänger zu erhöhen.



6.Befürworten Sie den Ausbau von Infrastruktur für E - Mobilität wie
Schnellladestationen für E-Autos oder E-Bikes?

Natürlich möchte ich mich für einen Ausbau der für die E-Mobilität notwendigen Infrastruktur einsetzen. Als Landrat würde ich mich für ein Dienstfahrzeug mit Elektro- oder Hybridantrieb entscheiden.


Gesundheit

Der Landkreis ist formal mit 5% an der Frankenwaldklinik beteiligt. Die aktuelle Betreiberfirma möchte diese 5 % übernehmen. Wie würden Sie als zukünftiger Landrat dazu stehen?
Die formelle Beteiligung des Landkreises an der FWK mit 5% hat einen hohen symbolischen Wert für die Kreisbevölkerung. Somit steht für mich ein Verkauf oder Veräußerung der Gesellschafteranteile nicht zur Diskussion. Ebenso jede andere Initiative wie z. Bsp. ein Gewinnabführungs– oder Beherrschungsvertrag nicht.



Sehen Sie Möglichkeiten von Seiten des Landkreises, einer eventuellen Schließung einzelner Abteilungen entgegenzuwirken?
Offen und ehrlich gesagt sind die realen Einflussmaßnahmen die der Landkreis mit 5% Gesellschafteranteilen generieren kann gering. Aber natürlich würde ich alle politischen Möglichkeiten zur Erhaltung einer zukunftsfähigen FWK nutzen, damit auch weiterhin für die Kreisbevölkerung eine gute medizinische Versorgung gewährleistet ist

Dem Landkreis droht eine Unterversorgung mit Hausärzten und Fachärzten. Welche Möglichkeiten sehen Sie, ärztlichen Nachwuchs zu gewinnen?
Der Landkreis Kronach ist bei der Hausärztlichen Versorgung in zwei sogenannte Planungsbereiche aufgeteilt.
Derzeit liegt noch keine Unterversorgung in beiden Bereichen vor. Gleichwohl ist die Altersstruktur unserer Hausärzte im Landkreis im Blick zu halten. Die bayernweite Tendenz von Ärzten in größere Städte zu ziehen schlägt sich jedoch auch unmittelbar auf den Landkreis Kronach nieder. Persönlich bin ich der Meinung, dass es besonders für die Gemeinden - die nicht unmittelbar im Einzugsbereich von Kronach liegen - schwierig werden wird einen Hausarzt in der „eigenen“ Ortschaft zu halten oder neu zu bekommen. Eine direkte Einflussmöglichkeit als Landrat habe ich hier nur sehr eingeschränkt, da für die Nach- und Neubesetzung der Zulassungsausschuss Ärzte zuständig ist. Eine direkte finanzielle Unterstützung für die Ansiedlung von Ärzten ist rechtlich nicht möglich.
Jedoch sehe ich – ähnlich wie bei den Fachärzten - die Möglichkeit indirekte Anreize zu bieten: So sehe ich den Ausbau des Lucas-Cranach-Stipendiums als eine Möglichkeit an. Dabei werden Medizinstudenten (möglichst aus der Region) für die Dauer ihres Studiums finanziell gefördert. Nach erfolgreichen Abschluss kann dann auf die Rückzahlung des Darlehens ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn sie die Stipendiaten als Haus- oder Facharzt eine bestimmte Zeit im Landkreis Kronach niederlassen. Eine weitere Möglichkeit ist sicherlich die zur Verfügungstellung günstigen Mietraums, bzw. die aktive Hilfe bei der Vermittlung attraktiver Praxisräume. Bei den Fachärzten gilt es die einzelnen Facharztrichtungen zu unterscheiden. Im Bereich der Haut- und Augenärzte ist bereits jetzt schon eine „Unterversorgung“ feststellbar. Hier gilt es insbesondre die KVB in die Pflicht zu nehmen und auf den Sicherstellungsauftrag hinzuweisen. Erschwerend für die Gewinnung von Haus- und Fachärzte in der Region ist sicher auch die starke Belastung durch Bereitschafts- und Notarztdienst. Auch hier gilt es eine tragfähige Lösung (möglicherweise auch länderübergreifend) zu organisieren.



Suchterkrankungen sind eine zunehmende Gefahr für Jugendliche auch in unserem Landkreis. Welche präventiven Maßnahmen würden Sie als Landrat unterstützen?
Das Thema Sucht liegt mir persönlich sehr am Herzen.
In vielen Gesprächen mit Beteiligten aus allen Bereichen wurde mir bestätigt, dass es zu einer schleichenden Zunahme der Drogenproblematik gekommen ist. Ein Grund mag sein, dass insbesondere die Tschechische Grenze relativ nahe liegt und beim Handeln von Drogen (insbesondere bei Crystal) große Gewinnmargen zu erzielen sind. Anders als aber in früheren Jahren gibt es keine offene Szene in diesem Bereich. Die Einflussmöglichkeit eines Streetworkers an einem festen Platz erscheint mir hier nicht zielführend. Als eines der wichtigsten Instrumente sehe ich hier einen Gleichklang von Präventionsmaßnahmen in der Schule durch Pädagogen, der Drogenbeauftragten der Polizei, die Arbeit von Sozialpädagogen/Streetworker des Landratsamtes (auch des Struwwelpeters), den Beratungsstellen der Kirchen sowie der gezielten Information der Bevölkerung (insbesondere der Eltern). Mein Ziel ist es, einen konzertierten Prozess unter meiner Leitung zu starten, bei denen die Experten eine positive und nachhaltige Entwicklung im Bereich der Suchterkrankungen erarbeiten.


Flüchtlinge

1. Die gelingende Integration von Flüchtlingen ist in mehrfacher Hinsicht wichtig. Zum einen ist sie eine humanitäre Aufgabe, zum anderen stellt sie eine Chance dar, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.
Würden Sie als Landrat die Integration zur „Chefsache“ machen?

Integration ist eine wichtige Aufgabe, die man nicht mit einem Mouse-Klick oder einem markigen Spruch erledigt. Bei der Einrichtung unserer Notunterkunft haben wir in Marktrodach die Initiative ergriffen, eigene Strukturen aufgebaut und sind gut dabei gefahren. Wichtig ist, dass man sich auch persönlich kümmert und stets auf dem Laufenden ist. Das Landratsamt hat gute verantwortungsvolle Mitarbeiter, die den Chef sicher über alle wichtigen Sachen, gerade was dieses Thema anbelangt regelmäßig informieren. Ich jedenfalls möchte diese Information und werde dann entsprechend handeln.

2. Welche vorrangige Maßnahmen würden Sie sofort ergreifen?

Zunächst muss man sich ein Bild über die Lage machen. Ich weiß, dass die Mitarbeiter im Landratsamt bis zum Umfallen gearbeitet haben, als der große Ansturm an Flüchtlingen kam. Jetzt ist es ruhiger geworden, aber die Arbeit ist nicht weniger geworden. Der Hauptaugenmerk muss nun auf Integration gelegt werden, was mit einem größeren Zeit- und Arbeitsaufwand pro Person verbunden ist als es die reine Unterbringung war. Wichtig ist mir die Einbindung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne die unser System sicher zusammengebrochen wäre. Auf Dauer kann ein solches Engagement nicht völlig unentgeltlich vor sich gehen. Zumindest z.B. Benzinkosten müssen erstattet werden.

3. Welcher Unterbringungsform geben Sie den Vorzug?große Gemeinschaftsunterkünfte in der Hand der Regierung von Oberfranken – Bayreuthoder kleine dezentrale Unterkünfte in gewachsenen Strukturen?Aus der Sicht des Landkreises wäre es sicher wirtschaftlicher, wenn die Regierung sich um alles kümmern würde. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass es nur funktionieren kann, wenn man auch direkt vor Ort alles lenken und steuern kann. Außerdem ist festzustellen, dass Integration bei kleineren Einheiten deutlich besser klappt als bei großen Sammelunterkünften. Wichtig ist der Kontakt zur heimischen Bevölkerung, der auf dem Land und in kleinen dezentralen Unterkünften einfach besser ist. Deshalb gebe ich diesen auch den Vorzug.

Wie würden Sie Privatleuten unbürokratisch bei Renovierung von Wohnraum für Flüchtlinge helfen?
Es gibt bereits Fördermodelle der Regierung. Zuständig ist die Regierung von Oberfranken. Um die Möglichkeiten den Bürgern nahe zu bringen, muss das Bauamt im Landratsamt personell verstärkt werden, damit auch eine Beratung vor Ort erfolgen kann.

Was würden Sie als Landrat unternehmen, dass Arbeitserlaubnisse zügiger erteilt werden können?
Im Einzelfall nachfragen lassen, wo es hängt. Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit, die geklärt werden muss. Deshalb gilt es, das Gespräch zu suchen, das Problem zu erkennen und Lösungen zu finden. Wichtig wäre, die Menschen zu vermitteln. Was in meiner Macht steht, werde ich tun, um Verbesserungen zu erzielen.



Sie als zukünftiger Landrat schätzen sicherlich die ehrenamtliche Tätigkeit vieler MitbürgerInnen für Flüchtlinge und Asylsuchende. Welche Struktur würden Sie hier im Landkreis einrichten um eine zielorientierte Zusammenarbeit zu fördern.
Wichtig ist eine Struktur der kurzen Wege und der flachen Hierarchien. Vor allem die Einbindung der Ehrenamtlichen in die Organisation ist von größter Bedeutung. Eine Stabsstelle mit 2 bis 3 Personen wäre einzurichten, die sich um die Belange der Flüchtlinge auch tatsächlich kümmern kann.



Energie und Klimaschutz

1. Der Landkreis Kronach ist in Sachen Windenergie Schlusslicht in Oberfranken, obwohl erhebliches Windpotential besteht.
Wie stehen Sie zur Windenergie?
Wie würden Sie Modelle unterstützen, von denen Bürger und Kommunen wirtschaftlich profitieren (s.a. „Bürgerenergie Bayern“)?

Der Windenergie stehe ich grundsätzlich positiv gegenüber. Marktrodach hat erst vor kurzem einen Bebauungsplan in Kraft gesetzt, um einen Windpark zu ermöglichen. Sicherlich ist nicht jeder Standort geeignet, aber wo es vernünftig ist und die Beeinträchtigung der Umgebung sich in Grenzen hält, eine gewisse Akzeptanz vorliegt, kann ein Windpark entstehen.
Der Solarpark im ehemaligen Steinbruch Großvichtach, wird von einer Bürgerenergiegesellschaft betrieben. Der Markt Marktrodach hat den Bebauungsplan für das Vorhaben aufgestellt und sich auch mit als Anteilseigner eingekauft. Man war mit dieser Unterstützung sehr zufrieden. Für weitere Vorschläge bin ich gerade, was alternative Energien anbelangt, stets ansprechbar.

2. Um Elektromobilität voranzubringen, ist ein flächendeckendes Netz von Schnellladesäulen wichtig ( Dies ist auch für den heimischen Tourismus ein Plus Punkt ).
Würden Sie die Einrichtung von mindestens zwei Schnellladesäulen im Landkreis über den Kreishaushalt finanzieren (s.a. Antrag der Grünen im Kreistag)?

Für mich ist das eine gute Idee, die ich gerne unterstütze. Die Standortfrage wäre aber sehr wichtig, um eine optimale Nutzung zu erzielen. Eigentlich bräuchte es mehr als zwei Stationen.

3.Sind Sie als Landrat bereit bei Neuanschaffungen im Fuhrpark des Landratsamtes auf Elektrofahrzeuge umzusteigen?
Wie würden sie die Elektromobilität im Landkreis konkret fördern?

Gerade für Dienstfahrzeuge ist die Elektromobilität prädestiniert. Sie werden in der Regel nur am Tag gebraucht und können über Nacht an die Ladestation. Selbst für einen langgezogenen Landkreis wie dem unseren dürfte die Reichweite ausreichen.
Als konkrete Förderung könnte ich mir die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und die Einrichtung mehrerer Ladestationen für Allgemeinnutzung im Kreisgebiet vorstellen. Mit den Stromlieferanten würde ich vorher die Konditionen aushandeln.

4. Wie werden Sie Bürgersolaranlagen auf Landkreisgebäuden voran bringen und unterstützen?

Solaranlagen halte ich für sinnvoll. Ich bin deshalb dafür, dass auch auf Landkreisgebäuden solche errichtet werden. Ob dies in Form einer Bürgersolaranlage geschieht oder ob der Landkreis diese eigenständig baut und betreibt muss man einzelfallabhängig prüfen.


Landwirtschaft


1. Was werden Sie unternehmen um unser Trinkwasser zu schützen?
Wie würden sie örtliche Trinkwasservorkommen schützen?
Siehe z. B. Nordhalben

Die Wasserversorgung ist nach unserer Verfassung eine gemeindliche Pflichtaufgabe. Das Landratsamt hat nur rechtsaufsichtliche Aufgaben in diesem Bereich. Als Landrat werde ich jedoch meine Aufsichtspflicht gegenüber den Gemeinden nachkommen, sie in dieser wichtigen zentralen Aufgabe intensiv unterstützen.
Ich werde mich darum kümmern, dass überall die notwendigen Wasserschutzgebiete auf dem neuesten Stand sein werden und gegebenenfalls eine Vergrößerung der verschiedenen Zonen anregen,
wo es notwendig ist.
Auch werde ich in Kontakt mit der Landwirtschaft treten, wenn möglicherweise höhere Parameter für das Trinkwasser wie zum Beispiel Nitrat auftreten.

Im konkreten Fall Nordhalben werde ich als Chef der Unteren Verwaltungsbehörde alles tun, das Wasser der Quellen am Schwarzen Teich zu erhalten und zu schützen, um die Eigenversorgung der Gemeinde zu gewährleisten.

Wie stehen Sie zu Ausgleichszahlungen an Landwirte mitAgrarflächen in Wasserschutzgebieten?

Die Ansprüche von Landwirten mit Agrarflächen in Wasserschutzgebieten sind im Wasserhaushaltsgesetz sowie im Bayerischen Wassergesetz klar geregelt. Ich würde mich als Leiter der Landkreisverwaltung für weitergehende freiwillige Vereinbarungen einsetzen, wenn dies zur Sicherung der Wasserqualität erforderlich ist.



Vor Jahren wurde beschlossen dem Landkreis Kronach das Label Gentechnikfrei zu bewerben. Wie würden Sie dies fördern?
Der Antrag, den Landkreis Kronach für gentechnikfrei zu erklären wurde von Dr. Rudolph und dem SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Pohl ausgearbeitet. Ich würde als Landrat dafür sorgen, dass der entsprechende Beschluss des Kreistags mit Leben erfüllt wird. Ich lehne den Einsatz von Gentechnik in Nahrungsmitteln kategorisch ab.



Der Wettbewerb "Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen" soll die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen. Er ist ein zentraler Bestandteil der Initiative BioRegio 2020 der Bayerischen Staatsregierung.Würden sie diese hervorragende Chance für die Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft im Landkreis Kronach nutzen?

Ich sehe in diesem Programm eine gute Möglichkeit zur Stärkung unserer heimischen Landwirtschaft. Es sollte in unsere Strategie der Regionalentwicklung eingebettet werden. Bewerben dafür können sich Gemeindeverbünde aus mindestens drei Gemeinden. Möglich wäre auch eine gemeinsame Bewerbung aller Landkreisgemeinden. Solche Initiativen würde ich natürlich unterstützen. Meine Unterstützung gilt jedoch sowohl für Bio-Betriebe wie auch für Betriebe, die konventionell Landwirtschaft betreiben.


Handwerk

Würden Sie die Repräsentanten der Kreishandwerkerschaft, die Innungsobermeister des Handwerks, über anstehende (Bau-)Maßnahmen, geplante Projekte und Bauleitverfahren des Landkreises Kronach vorab einmal jährlich informieren? Um so den heimischen Betrieben Gelegenheit zu geben sich rechtzeitig zu positionieren?


Diese Institutionen einmal im Jahr über geplante Vorhaben zu informieren, ist eine gute Idee, die ich mir absolut vorstellen könnte, umzusetzen – natürlich unter Wahrung des rechtlichen Rahmens.












Fragen der Grünen an den Landratskanidat der CSU, Klaus Löffler, und die Antworten

DEMOKRATISCHE BETEILIGUNG ALLER GRUPPIERUNGEN

1. Wie gewährleisten Sie, dass alle Gruppierungen gleichzeitig/rechtzeitig denselben Informationsstand haben?

Eine gute Zusammenarbeit im Gremium ist mir wichtig. Wie schon im Steinbacher Gemeinderat werde ich auch künftig das Gespräch mit allen Beteiligten suchen. Ich will grundsätzlich, dass alle gewählten Kreistagsmitglieder nach Möglichkeit frühzeitig informiert werden und mehr Zeit zur Verfügung haben, um sich auf die Sitzungen vorzubereiten.

2. Kleinere Gruppierungen, die keinen Fraktionsstatus haben, binden Sie diese auch bei allen Besprechungen mit ein?

Ich habe als Landrat die Absicht, bei den Gesprächen mit den Fraktionsvorsitzenden in Zukunft auch alle weiteren Gruppierungen, welche im Kreistag vertreten sind mit einem Vertreter hinzu zuladen. Ich glaube: Nur wer einbindet kann ein konstruktives und geschlossenes Miteinander zum Wohle der Region erreichen.


VERKEHRSPOLITIK

1. Würden sie beim Ausbau der B 173 zwischen Kronach und Lichtenfels einen 2+1-Ausbau befürworten, um die betroffenen Ortschaften früher entlasten und den Landschaftsverbrauch sowie den Lärm- und Abgasausstoß verringern zu können?

Dieser Frage liegt ein großer Irrtum zugrunde. Sie suggeriert, dass bei einem 2+1-Ausbau der B 173 die betroffenen Ortschaften, hier also im Kern Trieb und Hochstadt, früher entlastet werden würden. Diese Argumentation ist schlicht und einfach falsch. Würde man sich für 2+1 entscheiden, würde das Planfeststellungsverfahren von vorne beginnen, aber die Trassenführung würde sich nicht ändern. Mit einem erneuten Einstieg in ein Planfeststellungsverfahren würden also wieder viele Jahre ins Land gehen, während bei der vierspurigen Variante der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehungen Trieb und Hochstadt, also Bauabschnitt III, noch in diesem Jahr zu erwarten ist.

Der Flächenverbrauch ist in der Tat ein großes Thema für mich, weil ich überzeugt bin, dass wir in Bayern in der Summe zu viele Flächen verbrauchen. Ich werde versuchen als Landrat in konstruktiven Gesprächen mit den Bürgermeistern einen kleinen Beitrag zur Eindämmung des Flächenverbrauchs zu leisten. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich dabei kleine Erfolge erziele, indem ich zum Beispiel die Ortskerne für junge Familien im Rahmen von Förderprogrammen attraktiver gestalte und somit auf die Ausweisung von Baugebieten in Teilbereichen verzichten kann. Bei der B 173 haben wir vor allem bei den Ortsumgehungen Trieb und Hochstadt einen großen Flächenverbrauch. Dieser Verbrauch ist dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig geschuldet. Ich war immer ein großer Verfechter der Trassenführung "Bahn". Der zweite große Flächenverbrauch entsteht bei der Lerchenhoftrasse. Dieser Flächenverbrauch bewegt mich sehr.

Hier war aber zwischen Verkehrssicherheit und Flächenverbrauch abzuwägen. Ich habe mich für die Verkehrssicherheit positioniert. Dort wo ich politisch wirken kann, habe ich das auch getan. Ich habe mich bei der B 173 für eine Trassenführung auf der Bestandstrasse durch Küps eingesetzt, weil ich glaube, dass wir dort, wo es gerechtfertigt ist Flächenverbrauch zu minimieren, auch versuchen sollten dies durchzusetzen.

2. Werden Sie sich als Landrat für bessere Bahnverbindungen von und nach Kronach einsetzen und dabei nicht nur einen IC-Halt, sondern auch für regelmäßige Regional-Verbindungen sowie bessere Zugangsmöglichkeiten zu den Park-and-Ride Parkplätzen?

Ich werde mich für jede sinnvolle Maßnahme einbringen, die die Flexibilität und Mobilität der Landkreisbürgerinnen und - bürger erhöht. Dazu gehören für mich natürlich auch die Regionalverbindungen. Dass wir im Landkreis bereits Erfolge erzielen konnten, beispielsweise mit den IC-Halten in Kronach und Ludwigsstadt, ist vor allem der Geschlossenheit der Parteien in dieser Frage geschuldet. Regionalverbindungen zu den Knotenpunkten sind für eine pulsierende Region, für ihre Menschen und für ihre Wirtschaft, von besonderer Bedeutung.

3. Werden Sie sich für die Umsetzung des bereits erarbeiteten Rufbus-Systems im Landkreis engagieren und sich auch um dessen Finanzierung Optimierung auf längere Sicht bemühen?

Das Mobilitätskonzept des Landkreises Kronach ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wenn sich das Konzept bewährt werde ich natürlich nichts unversucht lassen, um es dauerhaft zu etablieren und die Finanzierung zu sichern.

4. Das Radwegenetz im Landkreis ist noch verbesserungsfähig. Werden Sie als Landrat den Bau fehlender Strecken vorantreiben und dies auch innerhalb von Ortschaften befürworten?

Für mich als Landrat steht die Beseitigung der Lücken im Radwegenetz ganz oben auf der Agenda.

5. Würden Sie die Initiativen von Gemeinden unterstützen, die Geschwindigkeiten an den Durchgangsstraßen innerorts zu verringern, z.B. mittels Tempo 30, mehr gesicherte Fußgängerüberwege, Verkehrsinseln oder Fahrbahnmarkierungen am Ortseingang?

Wenn die Maßnahmen von den Gemeinden gewünscht sind und rechtlich nichts dagegen spricht, werde ich Maßnahmen dieser Art sicher unterstützen.


6. Befürworten sie den Ausbau von Infrastruktur für E-Mobilität wie Schnellladestationen für E-Autos oder E-Bikes?

Ich befürworte den oben genannten Ausbau von Infrastruktur für E-Mobilität. Aus meiner Sicht ist die Förderung dieser Technologie zukunftsweisend. Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland ist leider weiter schwach. Im vergangenen Jahr wurden ca. 12.000 E-Autos neu zugelassen – verglichen mit 3,2 Millionen Pkw mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Allerdings kommt wieder Bewegung in das Thema. Hoffnungen setze ich in die Initiative von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Als Anreiz für den Einsatz von E-Autos will er im großen Stil zusätzliche Elektro-Ladesäulen in ganz Deutschland aufstellen lassen. Gemäß seinem Vorschlag sollen 15.000 zusätzliche Ladesäulen in ganz Deutschland aufgebaut und dafür rund 300 Millionen Euro zur Finanzierung dienen. Der Staat will nach Angaben von Dobrindt den Betrieb der Ladestationen freien Betreibern wie Supermarktketten, Shopping-Centern oder Baumärkten anbieten. Es gibt für mich aber eine grundsätzliche Kritik. Ich hätte mir gewünscht, dass wir die Förderung von E-Mobilität nicht aus dem Gesamthaushalt finanzieren, sondern die Förderprogramme viel stärker mit der KFZ-Steuer verknüpfen.


GESUNDHEIT

1. Der Landkreis ist formal mit 5 % an der Frankenwaldklinik beteiligt. Die aktuelle Betreiberfirma möchte diese 5 % übernehmen. Wie würden Sie als zukünftiger Landrat dazu stehen?

Ich bekenne mich zu unserer Klinik mit ihren fleißigen Ärztinnen und Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern. Deswegen bleibt der 5 %-Anteil des Landkreises an der Klinik mit mir als Landrat beim Landkreis Kronach.

2. Sehen Sie Möglichkeiten von Seiten des Landkreises, einer eventuellen Schließung einzelner Abteilungen entgegenzuwirken?

Die Spielräume für das Einwirken des Landkreises auf ein Unternehmen sind sehr begrenzt. Nichtsdestotrotz sehe ich in der Tat die Möglichkeit, als Landrat dahingehend zu wirken, dass ich regelmäßig Gespräche mit den niedergelassenen Ärzten, der Klinik und dem Freistaat Bayern initiieren werde, um die zukünftige Ausrichtung der Klinik gemeinsam mit dem Betreiber zu organisieren.

3. Dem Landkreis droht eine Unterversorgung mit Hausärzten und Fachärzten, Welche Möglichkeiten sehen Sie, ärztlichen Nachwuchs zu gewinnen?

Ich werde als Landrat die Landarztquote, die u.a. Medizinstipendien für junge Frankenwälder unabhängig von der Abiturnote beinhaltet, mit Mitteln des Landkreises Kronach unterstützen. Es ist besser - und das gilt nicht nur für Medizinstudentinnen und -studenten - unsere jungen Leute gut auszubilden und in der Region zu halten, als andere mit viel Geld hierher zu locken. Mein Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns vakante Arztstellen zu besetzen sowie gemeinsam mit den Ärztinnen und Ärzten zwei ärztliche Bereitschaftsdienstpraxen einzurichten - eine an der Kronacher Klinik und eine im nördlichen Landkreis.

4. Suchterkrankungen sind eine zunehmende Gefahr für Jugendliche auch in unserem Landkreis. Welche präventiven Maßnahmen würden Sie als Landrat unterstützen?

Ich habe den Antrag der CSU-Fraktion auf Etablierung eines Streetworkers auch gegen Widerstände im Gremium unterstützt. Als Landrat werde ich mir ein genaues Bild von der Gefährdung für Jugendliche machen können und dann in Absprache mit Experten Präventionsmaßnahmen in die Wege leiten.


FLÜCHTLINGE

1. Die gelingende Integration von Flüchtlingen ist in mehrfacher Hinsicht wichtig. Zum einen ist sie eine humanitäre Aufgabe, zum anderen stellt sie eine Chance dar, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Würden Sie als Landrat die Integration zur „Chefsache“ machen?

Ja, denn Integration ist wichtig um den sozialen Frieden im Land zu gewährleisten und auch hilfreich, um den Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen.

2. Welche vorrangigen Maßnahmen würden Sie sofort ergreifen?

Ich würde die Abläufe in meiner Verwaltung überprüfen, um festzustellen, wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen und wo möglicherweise zusätzliches Personal benötigt wird.

3. Welcher Unterbringungsform geben Sie den Vorzug?
- Große Gemeinschaftsunterkünfte in der Hand der Regierung von Oberfranken
- Oder kleine dezentrale Unterkünfte in gewachsenen Strukturen ?

Ich befürworte ganz klar die Unterbringung in dezentralen Unterkünften, da dadurch meines Erachtens nach die besten Aussichten für eine Integration bestehen.

4. Wie würden Sie Privatleuten unbürokratisch bei der Renovierung von Wohnraum für Flüchtlinge helfen?

Ich werde private Maßnahmen für die Renovierung von Wohnraum für Flüchtlinge als Landrat sicherlich nicht anders behandeln als alle anderen privaten Baumaßnahmen (beispielsweise im sozialen Wohnungsbau). Unbürokratische Hilfe ist nach meinem Amtsverständnis immer möglich und entscheidet sich bei Bedarf im Einzelfall. Ich werde das Landratsamt in eine Servicestelle für alle Bürgerinnen und Bürger umwandeln.

5. Was würden Sie als Landrat unternehmen, dass Arbeitserlaubnisse zügiger erteilt werden können?

Mir ist aus Gesprächen mit einzelnen Unternehmen bekannt, dass manche Abläufe zu lange dauern. Ich verweise auf Antwort 2.


6. Sie als zukünftiger Landrat schätzen sicherlich die ehrenamtlichen Tätigkeiten vieler MitbürgerInnen für Flüchtlinge und Asylsuchende. Welche Struktur würden Sie hier im Landkreis einrichten um eine zielorientierte Zusammenarbeit zu fördern.

Ich schätze das Engagement aller ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger dieses Landkreises in den Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten und Kirchen sowie den Vereinen, Sportvereinen und allen weiteren Verbänden gleichermaßen. In diesem konkreten Fall werde ich mich dafür einsetzen, dass alle Gemeinde- und Stadträte einen Asylbeauftragten haben.

ENERGIE UND KLIMASCHUTZ

1. Der Landkreis Kronach ist in Sachen Windenergie Schlusslicht in Oberfranken, obwohl erhebliches Windpotential besteht. Wie stehen Sie zur Windenergie? Wie würden Sie Modelle unterstützen, von denen Bürger und Kommunen wirtschaftlich profitieren (s.a. „Bürgerenergie Bayern“)?

Ich befürworte Windenergieanlagen dort, wo sie von der Mehrheit der Bürger gewünscht werden. Die Energiewende vor Ort wird scheitern, wenn sie gegen den Bürgerwillen durchgedrückt werden soll. Es gilt deshalb ideologische Scheuklappen abzulegen. Windenergieprojekte, die den rechtlichen Vorgaben entsprechen und von den betroffenen Bürger gewollt sind, werde ich als Landrat unterstützen.

2. Um Elektromobilität voranzubringen, ist ein flächendeckendes Netz von Schnelladesäulen wichtig (Dies ist auch für den heimischen Tourismus ein Pluspunkt). Würden Sie die Einrichtung von mindestens zwei Schnellladestationen im Landkreis über den Kreishaushalt finanzieren (s.a. Antrag der Grünen im Kreistag).

Ich verweise aber auf meine Ausführungen zu Punkt 6 / Verkehrspolitik. Möglicherweise ist es gar nicht notwendig finanzielle Ressourcen des Landkreises einzusetzen.

3. Sind Sie als Landrat bereit bei Neuanschaffungen im Fuhrpark des Landratsamtes auf Elektrofahrzeuge umzusteigen? Wie würden Sie die Elektromobilität im Landkreis konkret fördern?

Hier gilt das bereits unter 2. gesagte.

4. Wie werden Sie Bürgersolaranlagen auf Landkreisgebäuden voran bringen und unterstützen?

Ja, sofern keine rechtlichen Einwände dem entgegenstehen.


LANDWIRTSCHAFT

1. Was werden Sie unternehmen um unser Trinkwasser zu schützen? Wie würden Sie örtliche Trinkwasservorkommen schützen? Siehe z.B. Nordhalben

Der Schutz unseres Trinkwassers hat oberste Priorität. Ich werde als Landrat das Gespräch mit den Vorsitzenden der Zweckverbände, dem Wasserwirtschaftsamt und den Bürgermeistern dahingehend führen, dass wir die Quellen, die erhaltbar sind, auch erhalten werden, weil ich als Landrat neben einer starken Fernwasserversorgung Oberfranken auch eine Säule der Versorgung über Brunnen und Quellen etablieren bzw. stärken will.

2. Wie stehen sie zu Ausgleichszahlungen an Landwirte mit Agrarflächen in Wasserschutzgebieten?
Um die Qualität des bayerischen Trinkwassers zu gewährleisten, können in Wasserschutzgebieten Bewirtschaftungsauflagen erlassen werden, die die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung einschränken. Beispiele hierfür sind das Aufbringungsverbot für Wirtschaftsdünger, das Verbot der Beweidung oder das Gebot einer Grünlandnutzung. Der Gesetzgeber hat vorgesehen, dass die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Nachteile nach § 52 Abs. 5 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) in Verbindung mit Art. 32 Satz 1 Nr.1 des Bayerischen Wassergesetzes (BayWG) auszugleichen sind.

3. Vor Jahren wurde beschlossen dem Landkreis Kronach das Label Gentechnikfrei zu bewerben. Wie würden Sie dies fördern?

Ich würde mich mit allen Beteiligten zusammensetzen und dann ein Konzept erstellen, wie man gemeinsam vorgehen kann und das Label für den Landkreis gut vermarkten kann.

4. Der Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ soll für die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen. Er ist zentraler Bestandteil der Initiative BioRegio 2020 der Bayerischen Staatsregierung. Würden Sie diese hervorragende Chance zur Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft im Landkreis Kronach nutzen?

Ich bringe den bäuerlichen Familien und Betrieben eine hohe Wertschätzung entgegen. Ihr Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und zur Versorgung der Bevölkerung ist außergewöhnlich wichtig und wird im Rahmen von Diskussionen, beispielsweise über den Tierschutz, leider oft in ein falsches Licht gerückt. Ob ich den oben genannten Wettbewerb unterstützen werde, hängt von den Ergebnissen der Gespräche mit den Landwirten, die ich vor einer Entscheidung führen würde, ab. Mir kommt es darauf an, dass es im Landkreis Kronach möglich ist, den Bau von Ställen und erfolgreiche Landwirtschaft gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Landwirten zu ermöglichen.

HANDWERK

Würden Sie die Repräsentanten der Kreishandwerkerschaft, die Innungsobermeister des Handwerks, über anstehende (Bau-)Maßnahmen, geplante Projekte und Bauleitverfahren des Landkreises vorab einmal jährlich informieren um den heimischen Betrieben Gelegenheit zu geben sich rechtzeitig zu positionieren?

Ja, ich würde die Repräsentanten der Kreishandwerkerschaft und die Innungsobermeister des Handwerks, nicht nur einmal jährlich informieren, sondern fortlaufend, wie ich das als Bürgermeister in Steinbach am Wald seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert habe und wie ich das auch im Zweckverband Wasserversorgung Frankenwaldgruppe erfolgreich eingebracht habe. Als Landrat sehe ich mich als Partner der heimischen Unternehmen und Handwerksbetriebe und ihrer Vertretungen.



Kein Orden wird in Bayern seltener verliehen als die Verfassungsmedaille.
Die Verfassungsmedaille in Silber wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich„besonders“ um die Verfassung des Freistaates Bayern verdient gemacht haben.
Die Verfassungsmedaille in Gold erhielten bis einschließlich 2015 insgesamt 343 Persönlichkeiten, die in Silber 1042 Persönlichkeiten.

Der Bayerische Landtag will mit dieser exklusiven Auszeichnung all den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes Dank sagen, die sich aktiv für die Werte der Bayerischen Verfassung engagieren und damit beweisen, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt, diese mit Leben zu erfüllen.

Landtagspräsidentin Barbara Lang

Die Oberfränk.Empfänger der Verfassungsmedalie









Am 26.01.2015 gibt es in der VHS eine Veranstaltung über Jugendiche Asylsuchende
Herr Elmar Jonas Migrations-und Flüchtlingsberater von der Diakoni und Herr Christenn vom Jugendmigrationsdienst Oberfranken West,Träger: Sozialdienst Katholischer Frauen Bamberg e.V. werden neben Kronach Creativ und der Kreisrätin Edith Memmel anwesend sein.

Rede im Stadtrat

Dr.Peter Witon



Rede im Stadtrat 30.12.2014

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Stadtratskollegen, liebe Bürgerinnen und Bürger, geehrte Gäste

Zunächst ein persönliches Fazit . Es freut mich zurückblickend sehr, dass ich, für mich überraschend, in den Stadtrat, gewählt wurde. Die überwiegend sachliche Diskussion im Gremium sowie die gute Vorarbeit der Bereichsleiter der Stadtverwaltung bei den Sitzungen und die Begehungen einzelner städtischer Arbeitsbereiche, fand ich sehr erfreulich, weil dies mir als Neuling, aus einem ganz anderen Bereich kommend, den Einstieg in die Arbeit sehr erleichtert hat. Ebenso die freundliche, kollegiale Aufnahme hier im Stadtrat war sehr angenehm. Auch mit der Zusammenarbeit unserer Ausschußgemeinschaft Frauenliste und Grüne bin ich sehr zufrieden und ich denke, dass wir dies im nächsten Jahr noch intensivieren. Herzlichen Dank

Diese Wahl hat bei mir auch zu einem neuen Blick auf die Stadt Kronach geführt, der auch etwas belastend ist. Ich fühle mich zu einem gewissen Grad für das, was in der Stadt geschieht, mit verantwortlich und sehe plötzlich vieles, wie z.B. Löcher in der Straße, frostzerstörte Bürgersteige oder sanierungsbedürftige Häuser ganz anders als früher, nämlich aus Sicht der Kosten.

Jedem ist klar, dass nur mit einer guten Zusammenarbeit aller Parteien, sich die Aufgaben der Zukunft lösen lassen. Natürlich gehören auch kritische Stellungnahmen dazu.

Aktueller Zusatz: die Form der heutigen politischen Auseinandersetzung finde ich nicht gut und hoffe, dass sie nicht richtungweisend für das nächste Jahr ist.

Leider lässt sich im Zeitalter knapper Kassen Vieles was wünschenswert wäre, nicht verwirklichen. Kreativität und das Setzen der richtigen Prioritäten, um die oft gerungen werden muss, ist gefordert. Es ist leider so, wie in vielen Bereichen der medizinischen Versorgung, dass die Bürokratisierung sehr häufig kreative Ansätze blockiert und enorme Geldmengen verschlingt. So sei eine direkte finanzielle Bürgerbeteiligung an städtischen Projekten fast unmöglich.

Mein Blickwinkel ist natürlich aus einer grünen Perspektive. Aber es zeigt sich, dass z.B. bei für mich wichtigen Themen wie bezahlbare Wohnungen, Flüchtlingshilfe, Effizienz von Energiesparmaßnahmen, der Verringerung des Flächenverbrauchs oder die allgemeine Energieversorgung nach Diskussionen mit den anderen Kollegen die Ansichten oft nicht sehr weit voneinander entfernt sind. Für Entscheidungen ausreichende Kompetenz auf diesen komplexen Gebieten zu erreichen, ist allerdings kaum möglich.

Ein paar Dinge wünsche ich mir, auch wenn Weihnachten vorbei ist

1.Zum Thema Wohnungsnot für sozial schlecht gestellte , insbesondere ältere Menschen. Man könnte es ein Leuchtturmprojekt nennen, eine Idee: Einen Häuserblock zum Beispiel in Kooperation Kronacher Wohnbau Gesellschaft mit der Stadt, am besten mit Hilfe der Bewohner altengerecht und rollstuhlgerecht sanieren. Mit Hilfe kompetenter Senioren, des Bauhofs, und vielleicht 1€ Jobs, und vie leicht staatlicher Hilfe, könnte so etwas möglich werden. Beispielgebend könnte die Sanierung der Duschen und deren Wasserzuführung durch das Personal des Crana mare mit Hilfe des Bauhofs sein. Diese Arbeit fand ich sehr beachtlich. Dann wäre es auch möglich, die Höhe der Mieten zu begrenzen. In dem Zusammenhang wäre es auch notwendig, dass ein Supermarkt nahe dem Stadtzentrum erhalten bleibt, der dann auch von den zu erwartenden Studenten genutzt werden könnte.

2.dass die Flüchtlinge, die in den meisten Fällen lebensbedrohliche Situationen hinter sich haben, angemessen und nach christlichen Wertvorstellungen versorgt werden. Auf die Frage, wie man den Betroffenen helfen kann, kommt von diesen ganz häufig nicht die Bitte um Materielles, sondern um Arbeit. Politisch sind erste Schritte in die Richtung erfolgt. Wir brauche eine „Willkommenskultur“ und nicht „Pegida“, Integration über den Sport eignet sich besonders, auch zum Deutsch lernen. Mitte Januar ist eine Info-Veranstaltung der Grünen in der VHS geplant für die „Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ (UMF), die in den nächsten Wochen kommen und deren Unterbringung im Spital angestrebt wird, notfalls wäre auch eine kurzzeitige Unterbringung in Mitwitz möglich. Eine Form der Hilfe zur Integration könnten z.B. Patenschaften für einzelne Jugendliche sein.

3. Dass unsere wertvolle Festung durch einen besseren Zugang mehr in unser Leben einbezogen werden kann. Der Denkmalschutz könnte uns sehr dabei helfen, indem er der Wiedereröffnung einer im 3.Reich geschlagenen Öffnung in der hinteren Mauer zustimmt. Damit wäre eine ideale Möglichkeit eines barrierefreien Zugangs geschaffen.

4 .Ein bisschen Retro: dass man eine vernünftige Lösung zwischen Naturschutz, Bauernverband und Jägern findet, dass wieder am Kreuzberg und Richtung Marktrodach ein Naturgebiet entsteht, wo Schafe wie vor 50 Jahren weiden können. Dass dies nicht im Dickicht falscher oder nicht überprüfter Annahmen oder überzogener Forderungen stecken bleibt. Möglicherweise ist das Ergebnis hinterher viel besser, als einige annehmen. Schafe statt Wildschweine am Kehlgraben!

Ich freue mich auf eine weitere gelingende Arbeit . aktueller Zusatz: und wünsche einen guten Weg ins und im neuen Jahr, den Stadtratskollegen habe ich ein entsprechendes Bild dazu gegeben, und ich gratuliere den Preisträgern für ihre wissenschaftliche Arbeit und den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Danke für die
Aufmerksamkeit

Dr. Peter Witton

 

Jahreshauptversammlung Kreisverband Kronach

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Grüne im Ortsverband Mitwitz,
 
hiermit erfolgt die herzliche Einladung zur Jahreshauptversammlung für 2014
      am Freitag, den 14.11.14 um 19 Uhr in Schwärzdorf bei den Schäfer`s  (Schwärzdorf 19, Mitwitz).   
Dazu sind alle Mitglieder und Interessierte herzlich eingeladen.
Um eine kurze Rückantwort, wer kommt, wird gebeten (unter der Rufnummer 09266 9800 oder per Mail siehe Ortsverband.
         
Tagesordnung:
1.            Begrüßung
2.            Jahresrückblick mit Bericht des Vorstands
3.            Bericht aus dem Gemeinderat
4.            Aussprache
5.            Entlastung des Vorstands
6.            Neuwahl des Vorstandes
7.            das Jahr 2015 –Vorschau
 
Im Anschluss  wollen wir das politische Jahr mit Pellkartoffeln, weißen Käse und Freibier gemütlich beenden.
 
Der Vorstand
(Im Auftrag  Helga Gollub)
 
Edith Memmel        Matthias Rudolph

Jahreshauptversammlung Ortsverband Mitwitz

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Grüne im Ortsverband Mitwitz,
 
hiermit erfolgt die herzliche Einladung zur Jahreshauptversammlung für 2014
      am Freitag, den 14.11.14 um 19 Uhr in Schwärzdorf bei den Schäfer`s  (Schwärzdorf 19, Mitwitz).   
Dazu sind alle Mitglieder und Interessierte herzlich eingeladen.
Um eine kurze Rückantwort, wer kommt, wird gebeten (unter der Rufnummer 09266 9800 oder per Mail siehe Ortsverband.
         
Tagesordnung:
1.            Begrüßung
2.            Jahresrückblick mit Bericht des Vorstands
3.            Bericht aus dem Gemeinderat
4.            Aussprache
5.            Entlastung des Vorstands
6.            Neuwahl des Vorstandes
7.            das Jahr 2015 –Vorschau
 
Im Anschluss  wollen wir das politische Jahr mit Pellkartoffeln, weißen Käse und Freibier gemütlich beenden.
 
Der Vorstand
(Im Auftrag  Helga Gollub)
 
Edith Memmel        Matthias Rudolph

Alternative Energie. Warum??Hier einen Film anschauen bevor Oberfranken Energiearm wird!!


Es geht auch ohne Windräder!!!!


Infos über eneuerbare Energie

Handelsabkommen bedroht die Demokratie