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Parkinday 2016

Grüne Aktion mit Elektroauto und -fahrrad


Kronacher auf Exkursion zum Bürgerwindpark in Trogen am 26.06.14

Eine interessierte Gruppe von Kronachern, unter ihnen Mitglieder der Kronacher Grünen, der Frauenliste , von Greenpeace und des Bund Naturschutz sowie Sprecher der Grundstücks-Eigentümer des geplanten Windparkes am Reinberg bei Küps ,machten sich kürzlich auf den Weg nach Trogen zum dortigen Bürgerwindpark Trogen 2. Begrüßt wurden sie von Gemeinderätin Frau Wandel, Frauenliste Trogen, Herrn Martin Schaller von der Firma Enercon und Herrn Ralf Eberhardt von der Sparkasse Hochfranken.

Anfangs erläuterte der Fachmann von Enercon einige technische Daten.

So brächten die in Trogen errichteten Windenergieanlagen, E 82 jeweils 2,3 Megawatt Leistung im Jahr und können 4,6 Millionen Kilowatt Strom pro Jahr erzeugen, somit 1500 Haushalte versorgen . Die Stromerzeugung erfolge dezentral, muss nicht weit zum Verbraucher transportiert werden und brauche deshalb keine Fernleitungen.

Herr Schaller führte weiter aus, dass aus seiner Sicht Windanlagen weiterhin die Energiewende am stärksten voranbrächten, da Wasserkraftwerke in Deutschland schon fast ausgereizt seien und bei der Photovoltaik der Flächenverbrauch bei Freilandanlagen im Vergleich zur Stromproduktion zu hoch sei .Ähnliches treffe für die Biomasse zu .

Die Windverhältnisse könnten heute durch die Wetterdienste für 5 – 7 Tage vorhergesagt werden, somit sei der Windstrom auch planbar einzusetzen. Die Windanlagen in Trogen seien 138 Meter hoch und ein Flügel messe 90 Meter.

Auf das Problem des Schattenwurfes angesprochen entgegnete Herr Schaller , dass dazu im Vorfeld exakte Berechnungen für die Standorte gemacht werden müssten und erforderlichenfalls die Stellung der Flügel entsprechend verändert würde.

Der häufig ins Feld geführte Infraschall könne von den Windkraftgegnern meist nicht einmal definiert werden. Im Gegensatz zum Infraschall, der auch z.B. an offenen Autofenstern oder losen Dachrinnen entstehen kann bei Wind, sei der von Windanlagen erzeugte für die Anwohner durch die Entfernungen kaum wahrnehmbar.

Die Windanlagen trügen zur Stabilisierung des Stromnetzes bei, so Herr Schaller, da sie durch die Lieferung von Blindstrom die Leitungsverbindungen aufrechterhalten können, selbst bei einem geringen Stromdurchfluss. Dieser Blindstrom wird im Moment noch nicht vergütet, aber das komme noch.

Im Gegensatz zu Kernkraftwerken sei der Rückbau der Windanlagen sogar inflationiert berechnet und der Wert der verbauten Materialien, wie z. B. der verwendete Stahl, nicht mit einberechnet. Die erforderlichen Gelder müssten bereits bei Baubeginn zurückgelegt werden.

Herr Ralf Eberhardt von der Sparkasse Hochfranken in Hof betont zudem, dass die Sparkasse für den Rückbau bürge. Er fügte an, dass eine Windanlage circa 1 Million Euro Gewerbesteuer in 20 Jahren für die betreffenden Gemeinden erbringe .Im Anschluss erläuterte er die Finanzierung dieser Bürger- Windanlage. Da man als Sparkasse hier völliges Neuland betreten hätte, habe man das Projekt sehr konservativ und auf Sicherheit bedacht berechnet. Nach ca. 1500 – 2000 Beratungsgesprächen, die die Bank durchführte, fanden sich dann 400 Bürger, die sich an den Windanlagen beteiligten Er war überrascht ,wie viele Menschen positiv den Windanlagen gegenüberstanden. Der überwiegende Teil der Anleger komme aus der Region Hof und Wunsiedel.

Herr Schaller und Herr Eberhardt erklärten fast einstimmig, dass bei den acht Informationsveranstaltungen immer die gleiche kleine Gruppe von Gegnern aufgetreten seien, die ihre immer gleichen Einwände brachten und dann meist ohne sich an Diskussionen zu beteiligen gingen. Es entstand auch der Eindruck, dass vor allem die, die nicht direkt einen Nutzen für sich selbst aus den Windanlagen sahen, sich dagegen aussprachen.

Die Gemeinderätin aus Trogen, Frau Wandel, berichtete, dass nach anfänglichen Vorbehalten Einzelner sich die meisten Bürger inzwischen mit dem Windpark arrangiert hätten. Die nahe gelegene Autobahn A 72 sei viel lauter und die Gemeinde profitiere ebenfalls von der Anlage. Im Umkreis der Gemeinde stünden allerdings ja noch weitere Windräder, so dass deren Anblick für die Landkreisbewohner nicht mehr so „exotisch“ sei. Letztlich bleibe nach kritischer Betrachtung ja vor allem die Optik als störender Faktor übrig.























 

Do, 3.4.14 19 bis 21 Uhr
Hauptsache Fleisch Daten und Fakten zum Fleischkonsum
Längst hat unser Essen eine politische und ethische Dimension und stellt immer wieder aufs neue Fragen an unsere Verantwortung als KonsumentInnen. Peter Hettlich, ehem. Landesvorsitzender der AG bäuerliche Landwirtschaft Sachsen/Thüringen/Sachsen-Anhalt, wird in seinem Vortrag dem „Wahnsinn mit dem Fleisch“ auf den Grund gehen. Einer seiner zentralen Fragestellungen lautet dabei: Ist eine artgerechte Nutztierhaltung möglich und wie kann diese aussehen?
Der im Dezember 2013 erschienene „Fleischatlas“, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung mit BUND und Le Monde Diplomatique, verweist darauf, dass jenseits der großindustriellen Produktion von Fleisch Alternativen möglich sind.
Am 03. April wird Peter Hettlich in seinem Vortrag in der Sonneberger Villa Amalie den Fleischatlas näher vorstellen und im Anschluss mit allen am Thema Interessierten über das „Big Business Fleisch“ diskutieren.
Donnerstag, 03.04.2014, 19:00 Uhr
Villa Amalie Kinderakademie, Kirchstr. 32, 96515 SonnebergVeranstalterHeinrich-Böll-Stiftung Thüringen