Der Vorgang um die Zuschüsse der Stadt Kronach für die Schützengesellschaft ist empörend.

Pressemitteilung 

Der Vorgang um die Zuschüsse der Stadt Kronach für die Schützengesellschaft ist empörend.

Nicht nur die Höhe von 500.000 Euro sondern auch sei Zustandekommen.  

„Das Fass zum Überlaufen“ gebracht hat die Veröffentlichung auf Facebook von Jürgen Baumgärtner am 06.02.2026. Drei Tage vor der nicht öffentlichen Sitzung zu dem geplanten Punkt des Zuschusses für die Schützengesellschaft. Es handelte sich um den Antrag von Bernd Liebhardt, der offiziell nur mündlich und erst 50 Min. vor der Sitzung schriftlich eingereicht wurde.

Die geplanten 100.000 Euro jährlich erhöhten explosionsartig den Rahmen der jährlichen Ausschüttungen an Vereine um das 5-Fache. Das ist ein Schlag in das Gesicht aller Vereine, denen dringend benötigte Zuschüsse bisher verweigert wurden.

Es ist sicher dringend eine Sanierung des Pistolenstandes erforderlich, um den Pistolenschießbetrieb, einen kleineren Bereich, weiter zu ermöglichen. Daraus entstand die Idee einer Neugestaltung des Schießbereichs mit einer hochmodernen Schießanlage in einer Halle. Es ist allerdings unverantwortlich zu behaupten, dass bei Nichterfüllung dieses Sonderwunsches der Schützenverein und das Freischießen gefährdet seien. Es wird eine Drohkulisse aufgebaut, die in keiner Weise der Realität entspricht, wenn man die zur Verfügung stehenden Mittel ausreichend genutzt hätte.

Der Schützenverein plant nicht nur den Bau eines neuen Schießstands, sondern steht auch vor der dringenden Sanierung seines Vereinsgebäudes; für Ersteres sind Kosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Unklar bleibt, ob die beantragten Mittel ausschließlich für den Schießstand oder auch für die Gebäudesanierung verwendet werden sollen. Zudem fehlen Angaben zu den Einnahmen des Vereins, etwa aus Saalvermietungen oder Pachteinnahmen. „Ohne diese Informationen können wir nicht prüfen, ob die Mittel sinnvoll eingesetzt werden, und wurden dennoch gezwungen, über viel Geld abzustimmen. Es kann nicht sein, dass öffentliche Mittel ohne klare Prüfung vergeben werden“, so die Kritik der Fraktion.

Neben der Forderung nach Transparenz und demokratischen Abläufen spricht sich die Fraktion für eine nachhaltige Finanzierungslösung aus. Vorgeschlagen wird die Gründung einer gemeinnützigen GmbH (gGmbH) für das Schützenfest, auch in Gemeinschaft mit dem Landkreis Kronach, um das Risiko des Schützenfestes abzusichern, dessen Finanzierung langfristig zu sichern und dies von den Investitionen in den Schießstand zu trennen. Zudem wird auch eine Bürgerbeteiligung in Form von Crowdfunding angeregt, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Investition mit Hilfe von solventen und zugeneigten Bürgerinnen zu stemmen – und nicht auf Kosten anderer Projekte und Pflichtaufgaben der Stadt.

Dr. Peter Witton Fraktion FL und Grüne, OV Grüne Kronach
Ursula Lieb, Sprecherin OV Bündnis 90/Die Grünen

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